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HANGAB
kopfüber Aushängen (am Baum)

Eine Reise zu dir selbst

Wenn du kopfüber hängst,
die Erde verlassen hast,
dann spürst du den weiten Raum um dich.
Du hast alle Sicherheiten hinter dir gelassen.
Nun bist du der Erde gegenüber,
spürst deine und ihre
Schwere und Leichtigkeit.
Alles ist auf den Kopf gestellt.
Du kannst loslassen,
weil du alles mit Abstand betrachtest,
weil du nicht mehr festhalten kannst und willst,
weil du weggezogen bist aus dem gewohnten Da-Sein.
Muskeln und Gewebe können sich dehnen.
Dein Rücken entspannt sich und nähert sich seiner natürlichen Länge.
Dein Brustkorb wird lang und weit und
du atmest tief und frei.

Der Prozess - du wirst begleitet

HANGAB Aushaengen

Langsam hebst du ab,
zuerst die Füße und Beine,
dann das Becken
und Wirbel für Wirbel dein Rücken.
Die Fußgelenke sind in sicheren Schlaufen. Sie werden mit dem von Hartmut Bez entwickelten Lift
ganz langsam nach oben gezogen.
Du hast Zeit, deinen Körper anders zu spüren - und ich begleite dich.

Die Wirbel

Sobald sich der Raum unter deinen Wirbeln auftut,
bewege ich mit meinen Händen das Gewebe neben den Wirbeln.
Jeder einzelne Wirbel bekommt Aufmerksamkeit
und nach 20-30 Minuten bist du bis zum Nacken hochgezogen.
Dann kann sich dein Rücken schon ganz anders bewegen (schlängeln).
HANGAB Aushaengen

Die Umstellung

… steigt mir da nicht das Blut in den Kopf?
… wie lange kann, darf, soll man hängen?
… unter welchen Umständen sollte ich eine Umkehrstellung vermeiden?

HANGAB Aushaengen


Wenn es langsam geschieht, haben deine Körpersysteme die Möglichkeit, sich umzustellen.
Über Rezeptoren regelt sich der Blutfluss und der Blutdruck in den Gefäßen.
Es ist wie das Eintauchen in eine andere Welt, die sich für dich öffnen kann und auf die du dich einlässt.

Kopfüber hängen

Dann ziehe ich dich noch etwas höher. Jetzt hängt dein Kopf frei
und schließlich auch deine Arme.
Auch hierbei begleite ich dich.
Meine Hände spüren, wo du Unterstützung im Loslassen brauchst,
bewegen deine Arme und Schultern - ganz langsam und achtsam - den Nacken, den Kopf, das Becken und immer wieder Regionen im Rücken.
Du kannst geschehen lassen, entspannen,
oder auch anfangen dich zu bewegen;
Augen auf oder zu - probiere es aus.

Der Rückweg

Nach 10-20 Minuten wird es Zeit, an den Rückweg zu denken.
Wie wird es sein, wenn du wieder auf der Erde ankommst?
Lass dich überraschen.
Auch jetzt geschieht alles ganz langsam,
Millimeter für Millimeter bringt dich der Lift wieder zurück.
Weiche Landung - Mutter Erde empfängt dich.
Dann nimmst du dir noch etwas Zeit (alte Yogatradition, die Kopfüberstellungen im Liegen auszugleichen).
Nach ca. 90 Minuten - oder wie es in deiner Zeit für dich stimmt,
stehst du wieder auf deinen Beinen.
Wie spürst du jetzt die Erde unter deinen Füßen?
Was hast du von deiner Reise an Erfahrung mitgebracht?
Wie kannst du dich jetzt in dich hinein entspannen?

Nimm dir noch etwas Zeit zum Tasten, Fühlen, Schauen, wenn du dich langsam wieder in den sprudelnden Strom des Lebens begibst.


Hier ein Video vom Sommer 2014.

Diese Methode wurde als "Hangab" von Hartmut Bez entwickelt. Auf seiner Website gibt es ein weiteres, instruktives Video: hangab.de/video